Zinnwald-Lithium-Projekt

Um die steigende Nachfrage nach Lithium-Verbindungen zu bedienen, werden weltweit neue lithiumhaltige Lagerstätten auf die Möglichkeit nach einem wirtschaftlichen Abbau untersucht. Die Lithiumlagerstätte in Zinnwald/Cínovec ist eine grenzüberschreitende Lagerstätte und zählt mit zu den größten Lithiumlagerstätten in Europa.

Foto: Ingenieurgesellschaft Falasch mbH

Chemische Zusammensetzung Zinnwaldit

  • Lithium 1,59 %
  • Kalium 8,94 %
  • Aluminium 12,35 %
  • Eisen 12,78 %
  • Fluor 6,52 %
  • Rubidium 0,95 %
  • Caesium 0,04 %
  • Mangan 0,9 %
  • Sonstige (Si, O, H) 55,93 %

Lagerstätte

Das geologische 3D-Modell weist nach NI43-101 einen Lithiumvorrat von ca. 125.000 t Lithium, dies entspricht ca. 650.000 t Li2CO3, aus. Damit ist bei einem geplanten untertägigen Abbau ein wirtschaftlicher Betrieb der Lagerstätte von mehr als 30 Jahren gewährleistet.

Abbau und Aufbereitung

Die Auffahrung des Bergwerks wird über eine Schrägrampe erfolgen. Das Rampenmundloch befindet sich hierbei am künftigen Aufbereitungsstandort. Dort wird das Erz aufbereitet werden, das heißt es wird durch Brecher und Mühlen so fein zerkleinert werden, dass der magnetische Zinnwaldit vom nichtmagnetischen tauben Gestein mittels Magnetscheidung abgetrennt werden kann. Bei diesem Prozessschritt wird ein Zinnwalditkonzentrat gewonnen.

Die Deutsche Lithium GmbH erhielt im März 2011 vom Sächsischen Oberbergamt in Freiberg die Erlaubnis auf Erkundung der Lithium-Zinn-Wolfram-Lagerstätte in Zinnwald-Georgenfeld. Die Arbeiten der Deutschen Lithium GmbH beziehen sich ausschließlich auf den deutschen Teil der Lagerstätte in Zinnwald/Cínovec. Seit 2011 wurden von der Deutschen Lithium GmbH umfangreiche Arbeiten zur geologischen Erkundung der Lagerstätte (23 Bohrungen mit bis zu 400 m Tiefe je Bohrung), zur Entwicklung von Prozessen, zur Gewinnung und Aufbereitung des Erzes und zur chemischen Herstellung von Lithiumverbindungen durchgeführt. Seit Juli 2022 führt die Deutsche Lithium GmbH eine weitere Bohrkampagne zur weiteren Bestätigung des Gehaltes an Lithium und zur Optimierung der Bergwerksplanung durch.

Im Oktober 2017 hat das Sächsische Oberbergamt der Deutschen Lithium die Bewilligung nach §8 BBergG für die Lagerstätte in Zinnwald erteilt. Hierdurch erhielt die Deutsche Lithium GmbH die staatliche Genehmigung in der Lagerstätte in Zinnwald künftig sogenannte Lithium-Glimmer-Greisenkörper für die Herstellung von Lithiumverbindungen bergmännisch abzubauen.

ca. 125.000 t Lithium

Weitere Aufbereitung

Das Zinnwalditkonzentrat wird in einer neu zu errichtenden weiteren Aufbereitung der Deutschen Lithium GmbH zu Lithiumsalzen umgearbeitet werden.

Der Aufbereitungsprozess gliedert sich hierbei in die Verfahrensschritte:

  • Calcinierung des Zinnwaldits,
  • anschließende wässrige Laugung des Röstprodukts,
  • Fällung von schwerlöslichem Lithiumsalz und Umarbeitung zu Lithiumhydroxid-Monohydrat,
  • Kristallisation von Kaliumsulfat als Nebenprodukt aus der Restlösung
  • Abtrennung des Nebenproduktes Caliciumcarbonat